Österreichs Glücksspielmarkt ist ein staatliches Monopol unter dem GSpG
Aktualisiert: 23.09.2026
Österreichs Glücksspielmarkt, der durch das Bundesministerium für Finanzen über das GSpG geregelt wird, ist einer der restriktivsten in Europa.
Unter dem GSpG, dem Bundesgesetz über Glücksspiele, werden Glücksspielaktivitäten streng vom Ministerium kontrolliert, wobei die meisten kommerziellen Spiele nach den Grundsätzen des Gesetzes verboten sind. Das Gesetz stellt die neueste in einer langen Reihe von Rechtsvorschriften dar, die den Markt als staatliches Monopol regeln. Spielbanken, Lotterien, Sportwetten und Online-Glücksspiele fallen allesamt unter diesen Zuständigkeitsbereich, und laut GSpG sind grenzüberschreitende Glücksspiele mit wenigen Ausnahmen verboten.
Glücksspiel wird durch das GSpG und das Finanzministerium reguliert
Das GSpG regelt Glücksspielaktivitäten und ersetzt frühere Gesetze. Die Änderungen von 2019 festigten auch die Macht des Ministeriums, wobei neue Bestimmungen die Aufsicht über Online-Konzessionen vom Finanzministerium auf das Ministerium übertrugen.
Das Gesetz des Ministeriums definiert Glücksspiel als jedes Spiel, bei dem der Ausgang vom Zufall und nicht vom Spieler bestimmt wird, und sein Anwendungsbereich ist bewusst weit gefasst. Das Ministerium erklärt, dass vollständig lizenzierte Sportprognoseplattformen zu den wenigen Ausnahmen vom allgemeinen Monopol gehören. Geschicklichkeitsspiele und soziale Lotterien gehören zu denen, die außerhalb des Systems fallen. Doch das Ministerium betont, dass Glücksspiele mit kleinen Einsätzen weiterhin als Glücksspiel gelten, auch wenn sie nicht immer unter seiner Aufsicht stehen. Ministeriumsbeamte sagen, dass jedes Bundesland letztlich über die Regulierung von Glücksspielen außerhalb des Hauptmonopols entscheidet, wie etwa für Sportprognose-Websites.
Um legales Glücksspiel im Rahmen der GSpG-Bedingungen anzubieten, benötigt man eine Konzession des Finanzministeriums. Das Ministerium setzt diese Regel durch, wie es sagt, um Spieler zu schützen und Einnahmeverluste für die Staatskasse zu vermeiden. Die Zahl der Konzessionen ist begrenzt; nur 15 Lizenzen für stationäre Spielbanken werden vergeben, und eine einzige Website ist für Online-Glücksspiel zugelassen.
Casinos Austria AG ist der Hauptakteur
Die teilweise staatseigene Casinos Austria AG (CASAG) ist der wichtigste Konzessionsinhaber. CASAG besitzt die vollständigen Konzessionen für stationäre Spielbanken im Land. CASAG war auch der Gewinner der letzten großen Ausschreibung – 2012 – um Inhaber für Online-Glücksspielkonzessionen zu finden. Im Rahmen dieser Ausschreibung von 2012 erhielten die Zuteilungen das Recht, elektronische Casino- und Bingo-Spiele anzubieten, wie das Ministerium sie beschreibt.
Einer der anderen, der Standorte für stationäre Automaten gewann, war ein weiterer Betreiber.
Glücksspiel über das Internet ist nur über die Plattform win2day möglich.
Einige Bingo-Standorte, Sportwettenringe, bei denen die Quoten meist vom Laden festgelegt werden, Wetten mit einem Limit von 10 Cent – und vergessen Sie die Spielautomaten. Das GSpG gilt auch für Internet-Glücksspiel, um den Markt zu regulieren. Doch einige Sportwettenaktivitäten sind vom Monopol ausgenommen.
Das Finanzministerium weist auch auf die Zulassung von Spielen hin, bei denen die Quoten nicht implizit vom Zufall, sondern von wirtschaftlichen Faktoren bestimmt werden.
Die letzte große Runde der Internet-Glücksspielkonzessionen läuft im September 2027 aus. Das Ministerium gibt an, dass dieses Jahr eine neue Version des GSpG-Gesetzes kommen könnte, da weitere Regelungen zur Umsetzung des Gesetzes neu verfasst werden müssen. Auf die Frage, ob dies bedeutet, dass neue Internet-Glücksspiellizenzen vergeben werden, verweist das Ministerium darauf, dass das finanzielle Ziel für den Konzessionsinhaber bereits festgelegt ist.
EU-Recht besagt, dass das System den freien Verkehr einschränkt
Da Österreich ein EU-Mitgliedsland ist, wurde das Monopolsystem in Bezug auf die Grundsätze des freien Verkehrs von Waren und Dienstleistungen herausgefordert. Das österreichische Glücksspielmonopol wurde im Zusammenhang mit Herausforderungen durch EU-Recht diskutiert. Neuere Herausforderungen konzentrierten sich darauf, ob das System gleiche Standards für verschiedene Arten von Betreibern gewährleistet. Online-Glücksspiel bleibt unter dem staatlichen Monopol.
Aktueller Stand und ungewisse Zukunft
Ob das Monopol über das aktuelle Auslaufdatum der Konzessionen im Jahr 2027 hinaus in seiner jetzigen Form bestehen bleibt, ist ungewiss. Die Zukunft des Glücksspielgesetzes ist ungewiss. Da die EU weiterhin einen offeneren und wettbewerbsorientierteren Markt fordert, wird der Druck auf Österreichs Glücksspielmonopol voraussichtlich anhalten. Doch der einzigartige Ansatz des Landes zur Glücksspielregulierung, mit seinem Fokus auf staatliche Kontrolle und Spielerschutz, könnte sich als schwer veränderbar erweisen.
In der Zwischenzeit sollte sich jeder, der in Österreich spielen möchte, der strengen Regulierung und der begrenzten verfügbaren Optionen bewusst sein. Derzeit bleibt das staatliche Monopol die dominierende Kraft in der österreichischen Glücksspiellandschaft, wobei Online-Betreiber weiterhin eng von der Regierung reguliert und überwacht werden.
Dieser Beitrag dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken und stellt keine Rechts-, Steuer- oder medizinische Beratung dar. Wenden Sie sich für eine Einschätzung Ihres individuellen Falls an eine entsprechende Fachperson.